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  • In der Baustelle geblitzt? Was kostet das laut Bußgeldkatalog

Drohen höhere Bußgelder?

In der Baustelle geblitzt: Was droht innerorts und auf der Autobahn?

© Krasula - Autos stehen auf der Straße im Stau - In der Baustelle geblitzt: Welche Bußgelder drohen?
In der Baustelle geblitzt: Welche Bußgelder drohen?
Burcu Bostan

Burcu Bostan

Veröffentlicht am 30.07.2026
Lesezeit: 8 Minuten
Wer in einer Baustelle geblitzt wurde, fragt sich häufig, ob dort strengere Strafen gelten als auf normaler Strecke. Grundsätzlich richtet sich die Sanktion auch in der Baustelle nach dem regulären Bußgeldkatalog. Entscheidend sind vor allem die gefahrene Geschwindigkeit, die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die Frage, ob der Verstoß innerorts oder außerorts begangen wurde.

Da Baustellen jedoch oft auf stark befahrenen Autobahnen oder an Gefahrenstellen eingerichtet werden, können Verstöße dort besonders riskant sein. Kommen weitere Regelverstöße hinzu, etwa ein zu geringer Abstand oder das Missachten einer Rettungsgasse, kann es für Betroffene schnell teuer werden. Wichtig ist außerdem, ob die Beschilderung eindeutig war und ob die Messung korrekt durchgeführt wurde. In vielen Fällen kann es sich lohnen, den Bußgeldbescheid genau prüfen zu lassen.

In der Baustelle geblitzt:
Das Wichtigste in Kürze

  • Für Geschwindigkeitsverstöße in Baustellen gelten grundsätzlich dieselben Bußgelder wie auf anderen Straßenabschnitten; einen pauschalen Baustellenzuschlag gibt es nicht.
  • Ob die Sanktion nach der innerörtlichen oder außerörtlichen Tabelle berechnet wird, hängt vom genauen Messort ab, wobei Autobahn-Baustellen als außerorts gelten.
  • Ab einer Überschreitung von 21 km/h zu schnell droht ein Punkt, während ein Fahrverbot innerorts ab 31 km/h und außerorts ab 41 km/h zu schnell vorgesehen ist.
  • Unklare Verkehrszeichen, Fehler bei der Messung oder Zweifel an der Fahrerzuordnung können wichtige Gründe sein für einen Einspruch sein.

Für einen Einspruch bleiben nur zwei Wochen nach Zustellung des Bußgeldbescheids.

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Infografik zur VUT-Studie Messungen Blitzer
Quelle: VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 | zur Studie

Welche Bußgelder drohen, wenn man in der Baustelle geblitzt wird?

Wer in einer Baustelle zu schnell fährt, muss grundsätzlich mit denselben Sanktionen rechnen wie bei anderen Geschwindigkeitsverstößen. Der Bußgeldkatalog unterscheidet nicht danach, ob die Überschreitung auf einer freien Strecke oder in einem Baustellenbereich begangen wurde. Maßgeblich ist also, um wie viele km/h die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde.

Je nach Höhe der Überschreitung drohen ein Bußgeld, Punkte im Fahreignungsregister und in schweren Fällen auch ein Fahrverbot. Besonders relevant ist, ob die Baustelle innerorts oder außerorts liegt. Ein Verstoß auf einer Autobahnbaustelle wird in der Regel als außerorts bewertet, während Baustellen im Stadtgebiet nach den innerörtlichen Vorgaben sanktioniert werden.

Ein zusätzlicher Baustellenzuschlag ist im Bußgeldkatalog zwar nicht vorgesehen. Trotzdem können Baustellen eine wichtige Rolle spielen. Wird durch das zu schnelle Fahren eine konkrete Gefährdung verursacht oder kommen weitere Verstöße hinzu, kann sich die Bewertung des Falls verschärfen.

Situation Mögliche Folge
Leichte Geschwindigkeitsüberschreitung Bußgeld
Deutliche Überschreitung Bußgeld und Punkte
Schwerer Verstoß Bußgeld, Punkte und Fahrverbot
Zusätzliche Gefährdung Einzelfallprüfung möglich
Zweifel an Beschilderung oder Messung Prüfung des Bescheids sinnvoll


Betroffene sollten den Vorwurf daher nicht nur anhand der gemessenen Geschwindigkeit bewerten. Auch der genaue Standort, die Beschilderung und die Messumstände können eine Rolle spielen. Gerade bei hohen Bußgeldern, Punkten oder einem drohenden Fahrverbot kann es sinnvoll sein, Einspruch einzulegen und den Fall prüfen zu lassen.


Gilt in der Baustelle innerorts oder außerorts ein anderer Bußgeldkatalog?

Für die Höhe der Sanktion ist entscheidend, ob sich die Baustelle innerorts oder außerorts befindet. Die Baustelle selbst führt nicht zu einer eigenen Bußgeldtabelle. Es wird also danach unterschieden, ob der Verstoß innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften begangen wurde.

Innerorts fallen die Sanktionen bei gleicher Überschreitung in vielen Fällen strenger aus als außerorts. Das liegt daran, dass innerhalb geschlossener Ortschaften regelmäßig ein höheres Risiko für Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer besteht. In Baustellen kann dieses Risiko zusätzlich steigen, etwa durch verengte Fahrspuren, Arbeiter im Straßenraum oder geänderte Verkehrsführungen.

Außerorts gelten andere Schwellenwerte. Das betrifft insbesondere Autobahnbaustellen. Dort sind häufig temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet, zum Beispiel 80 km/h, 60 km/h oder 40 km/h. Maßgeblich ist die zulässige Geschwindigkeit, die zum Zeitpunkt der Messung durch Verkehrszeichen angeordnet war.

Ort des Verstoßes Bewertung
Baustelle innerorts Sanktion nach innerörtlicher Tabelle
Baustelle außerorts Sanktion nach außerörtlicher Tabelle
Autobahnbaustelle regelmäßig außerorts
Temporäre Beschilderung zulässige Geschwindigkeit vor Ort maßgeblich


Wichtig ist außerdem, dass die gemessene Geschwindigkeit nicht automatisch vollständig zugrunde gelegt wird. Vor der Sanktionierung wird regelmäßig eine Messtoleranz abgezogen. Erst die Geschwindigkeit nach Toleranzabzug entscheidet darüber, welcher Tatbestand angewendet wird.

Wer in einer Baustelle geblitzt wurde, sollte daher prüfen, welche Geschwindigkeit erlaubt war, ob die Messung innerorts oder außerorts erfolgte und ob der Toleranzabzug korrekt berücksichtigt wurde. Bei Lkw, Bussen oder Fahrzeugen mit Anhänger können zusätzlich besondere Vorschriften gelten.


Wann drohen Punkte oder ein Fahrverbot in der Baustelle?

Punkte drohen nicht bei jeder Geschwindigkeitsüberschreitung. Bei Pkw-Fahrern beginnt die Eintragung in Flensburg regelmäßig ab einer Überschreitung von 21 km/h. Das gilt auch dann, wenn der Verstoß in einer Baustelle begangen wurde. Bei geringeren Überschreitungen bleibt es in der Regel bei einem Bußgeld.

Ein Fahrverbot kommt vor allem bei besonders hohen Geschwindigkeitsverstößen in Betracht. Innerorts kann ein Fahrverbot bereits ab 31 km/h zu schnell drohen, außerorts ab 41 km/h zu schnell. Außerdem kann ein Fahrverbot relevant werden, wenn innerhalb eines Jahres zweimal eine Überschreitung von mindestens 26 km/h festgestellt wird.

Verstoß Mögliche Folge
Bis 20 km/h zu schnell in der Regel Bußgeld
Ab 21 km/h zu schnell Bußgeld und Punkte möglich
Sehr hohe Überschreitung Fahrverbot möglich
Wiederholter Verstoß Fahrverbot nach Wiederholungsregel möglich


Gerade in Baustellen können Fahrverbote für Betroffene besonders überraschend sein, weil dort oft kurzfristig reduzierte Tempolimits gelten. Wer eine Begrenzung übersieht oder zu spät abbremst, kann schnell in einen Bereich geraten, in dem Punkte oder ein Fahrverbot drohen.

Für Berufspendler, Vielfahrer und Personen, die beruflich auf den Führerschein angewiesen sind, kann ein Fahrverbot erhebliche Folgen haben. Deshalb sollte bei einem drohenden Fahrverbot immer geprüft werden, ob Messung, Beschilderung und Bescheid angreifbar sind.


Warum sind Geschwindigkeitsverstöße in Baustellen besonders riskant?

Baustellen verändern die Verkehrssituation erheblich. Fahrspuren werden enger, Markierungen können vorübergehend geändert sein und Verkehrsführungen weichen oft von der gewohnten Strecke ab. Hinzu kommen Baustellenfahrzeuge, Arbeiter im Fahrbahnbereich und teilweise verkürzte Sicherheitsabstände.

Besonders auf der Autobahn kann ein zu hohes Tempo in Baustellen gefährlich werden. Dort treffen hohe Verkehrsdichte, verengte Fahrstreifen und oft wechselnde Fahrbahnführungen aufeinander. Wer dort zu schnell fährt, hat weniger Zeit zu reagieren und erhöht das Risiko schwerer Unfälle.

Auch wenn der Bußgeldkatalog keinen pauschalen Baustellenzuschlag vorsieht, kann die konkrete Situation im Einzelfall berücksichtigt werden. Hat das Verhalten andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder wurde zusätzlich gegen weitere Regeln verstoßen, kann dies rechtlich relevant werden.

Besonderheit in Baustellen Risiko
Verengte Fahrstreifen geringerer seitlicher Abstand
Geänderte Verkehrsführung höhere Fehleranfälligkeit
Baustellenpersonal erhöhte Gefährdung
Temporäre Tempolimits Verstoß wird schnell erreicht
Hohes Verkehrsaufkommen größeres Unfallrisiko


Autofahrer sollten Baustellen daher besonders aufmerksam befahren. Das gilt auch dann, wenn gerade keine Arbeiten sichtbar sind. Entscheidend ist nicht, ob tatsächlich Bauarbeiter vor Ort zu sehen sind, sondern ob die angeordnete Beschränkung wirksam gilt.


Was gilt, wenn in der Baustelle auch der Abstand zu gering war?

In Baustellen kommt es nicht nur zu Geschwindigkeitsverstößen. Häufig wird auch der Sicherheitsabstand unterschritten. Gerade auf Autobahnen kann dies problematisch sein, weil die Fahrstreifen verengt sind und abrupte Bremsmanöver häufiger vorkommen.

Wird ein Fahrer in der Baustelle geblitzt und zugleich ein Abstandsverstoß festgestellt, können mehrere Vorwürfe im Raum stehen. Ob diese getrennt oder zusammen bewertet werden, hängt vom Einzelfall ab. Entscheidend ist, ob die Verstöße auf einer einheitlichen Verkehrssituation beruhen oder eigenständig zu bewerten sind.

Bei einem erheblichen Abstandsverstoß drohen ebenfalls Bußgeld, Punkte und unter Umständen ein Fahrverbot. Die Sanktion richtet sich dabei unter anderem nach der gefahrenen Geschwindigkeit und dem gemessenen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Zusätzlicher Verstoß Mögliche Folge
Zu geringer Abstand Bußgeld und Punkte möglich
Drängeln verschärfte Bewertung möglich
Gefährdung anderer Einzelfallprüfung erforderlich
Mehrere Verstöße gleichzeitig Prüfung von Tateinheit oder Tatmehrheit


Auch andere Verstöße können in Baustellen relevant sein. Dazu zählen etwa das unerlaubte Wechseln der Fahrspur, das Missachten von Überholverboten oder das falsche Verhalten bei einer verengten Fahrbahn. Wer mehrere Vorwürfe im Bescheid findet, sollte prüfen lassen, ob diese rechtlich korrekt bewertet wurden.


Welche Rolle spielt die Beschilderung in der Baustelle?

Die Beschilderung ist bei Geschwindigkeitsverstößen in Baustellen besonders wichtig. Ein Tempolimit muss wirksam angeordnet und für Verkehrsteilnehmer erkennbar sein. In Baustellen werden Geschwindigkeitsbegrenzungen häufig schrittweise herabgesetzt, etwa von 120 km/h auf 100 km/h, anschließend auf 80 km/h oder 60 km/h.

Wird ein Schild übersehen, führt das allein nicht automatisch dazu, dass der Vorwurf entfällt. Fahrer müssen Verkehrszeichen beachten und ihre Fahrweise anpassen. Anders kann es aber aussehen, wenn Schilder verdeckt, verdreht, widersprüchlich oder nicht mehr nachvollziehbar aufgestellt waren.

Auch das Ende einer Geschwindigkeitsbegrenzung spielt eine Rolle. Wird die Beschränkung durch ein entsprechendes Verkehrszeichen aufgehoben oder endet sie aufgrund der Beschilderung eindeutig, darf die vorherige Begrenzung nicht weiter zugrunde gelegt werden.

Problem bei der Beschilderung Mögliche Bedeutung
Schild verdeckt Erkennbarkeit fraglich
Schild verdreht Wirksamkeit kann zweifelhaft sein
Widersprüchliche Schilder Prüfung erforderlich
Unklares Ende der Begrenzung relevanter Einwand möglich
Baustelle bereits beendet Beschränkung trotzdem nur bei wirksamer Anordnung


Für Betroffene ist es sinnvoll, sich möglichst zeitnah an die Situation vor Ort zu erinnern. Fotos der Beschilderung können hilfreich sein, wenn der Verdacht besteht, dass die Verkehrszeichen nicht eindeutig waren. Allerdings ersetzt dies keine Prüfung der behördlichen Unterlagen.


Darf in einer Baustelle geblitzt werden?

Ja, Geschwindigkeitsmessungen in Baustellen sind grundsätzlich erlaubt. Behörden dürfen sowohl stationäre als auch mobile Messgeräte einsetzen, wenn die gesetzlichen und technischen Vorgaben eingehalten werden. Baustellen gelten nicht als messfreier Bereich.

Gerade weil Baustellen als Gefahrenstellen gelten können, werden dort häufig Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Das betrifft sowohl innerörtliche Baustellen als auch Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen. Messungen können mit Radar-, Laser- oder Lichtschrankentechnik erfolgen.

Entscheidend ist, dass das Messgerät korrekt aufgebaut, geeicht und bedient wurde. Außerdem müssen die örtlichen Vorgaben eingehalten werden, etwa Mindestabstände zwischen Verkehrszeichen und Messstelle, soweit solche Vorgaben nach den jeweiligen Verwaltungsvorschriften bestehen.

Messung in der Baustelle Bewertung
Stationärer Blitzer grundsätzlich zulässig
Mobiler Blitzer grundsätzlich zulässig
Messung kurz nach Tempolimit abhängig von Vorgaben und Einzelfall
Messgerät nicht geeicht möglicher Einwand
Fehlerhafte Bedienung möglicher Einwand


Autofahrer sollten sich nicht darauf verlassen, dass in Baustellen nur selten kontrolliert wird. Gerade auf längeren Autobahnbaustellen können mehrere Messstellen eingerichtet sein. Auch mobile Kontrollen sind möglich.


Welche Messfehler können in Baustellen eine Rolle spielen?

Messfehler können auch bei Kontrollen in Baustellen auftreten. Ob ein Fehler tatsächlich vorliegt, lässt sich aber meist erst nach Einsicht in die Messunterlagen beurteilen. Häufige Ansatzpunkte sind die Eichung des Geräts, die Bedienung durch das Messpersonal und die Dokumentation der Messung.

In Baustellen können zusätzliche Besonderheiten hinzukommen. Verengte Fahrspuren, reflektierende Absperrungen, wechselnde Markierungen oder dichter Verkehr können je nach Messverfahren relevant sein. Nicht jeder dieser Umstände führt automatisch zur Unwirksamkeit der Messung, kann aber Anlass für eine genauere Prüfung sein.

Auch die Zuordnung des Fahrzeugs ist wichtig. Auf mehrspurigen Baustellen muss klar sein, welches Fahrzeug gemessen wurde. Ist das Messfoto unklar oder befinden sich mehrere Fahrzeuge im relevanten Messbereich, kann dies Fragen aufwerfen.

Möglicher Fehler Bedeutung
Fehlende oder abgelaufene Eichung Messwert angreifbar
Fehlerhafte Bedienung Messung prüfungsbedürftig
Unklare Fahrzeugzuordnung Identifizierung problematisch
Widersprüchliche Dokumentation Einwand möglich
Unklare Beschilderung rechtliche Prüfung sinnvoll


Viele Betroffene können solche Fragen ohne Akteneinsicht kaum selbst beurteilen. Deshalb kann eine fachkundige Prüfung sinnvoll sein, wenn ein hohes Bußgeld, Punkte oder ein Fahrverbot drohen.


Was sollte man nach einem Blitzer in der Baustelle tun?

Nach einem Blitzer in der Baustelle sollten Betroffene zunächst Ruhe bewahren und die Unterlagen genau prüfen. Wichtig ist, welche Geschwindigkeit vorgeworfen wird, wo die Messung stattgefunden hat und welche zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bescheid genannt wird.

Außerdem sollte geprüft werden, ob der Fahrer eindeutig erkennbar ist und ob die Angaben zur Messstelle plausibel sind. Bei Firmenfahrzeugen oder Fahrzeugen, die von mehreren Personen genutzt werden, kann die Fahreridentifizierung eine wichtige Rolle spielen.

Wer einen Anhörungsbogen erhält, sollte sorgfältig überlegen, welche Angaben gemacht werden. Angaben zur Person sind in der Regel erforderlich. Zur Sache muss sich der Betroffene nicht selbst belasten.

Schritt Warum er wichtig ist
Bescheid prüfen Vorwurf und Sanktion verstehen
Messort nachvollziehen Baustellensituation einordnen
Beschilderung erinnern mögliche Einwände sichern
Fristen beachten Einspruch nicht verpassen
Fachkundige Prüfung nutzen Fehler erkennen lassen


Bei geringfügigen Verstößen kann es ausreichend sein, den Bescheid zu akzeptieren. Bei Punkten, Fahrverbot oder Zweifeln an Messung und Beschilderung sollte der Fall jedoch genauer geprüft werden.


Wann lohnt sich ein Einspruch nach einem Blitzer in der Baustelle?

Ein Einspruch kann sich lohnen, wenn Zweifel an der Messung, der Beschilderung oder der Fahreridentifizierung bestehen. Auch bei einem drohenden Fahrverbot oder Punkten in Flensburg ist eine Prüfung sinnvoll, weil die Folgen für Betroffene erheblich sein können.

Typische Ansatzpunkte sind eine fehlerhafte Messung, unklare Fotos, falsche Angaben im Bescheid oder Probleme mit der Beschilderung. Gerade in Baustellen kann die Situation vor Ort komplex sein. Deshalb sollte nicht nur die reine Geschwindigkeit betrachtet werden.

Ein Einspruch muss fristgerecht eingelegt werden. In der Regel beträgt die Frist zwei Wochen nach Zustellung des Bußgeldbescheids. Wer diese Frist versäumt, kann den Bescheid meist nicht mehr ohne Weiteres angreifen.

Ein Einspruch kann sinnvoll sein bei Beispiel
Drohendem Fahrverbot hohe Überschreitung in Autobahnbaustelle
Punkten in Flensburg ab relevanter Überschreitung
Unklarer Beschilderung verdeckte oder widersprüchliche Schilder
Zweifelhafter Messung unklare Fahrzeugzuordnung
Beruflicher Abhängigkeit vom Führerschein Vielfahrer oder Außendienst


Ob ein Einspruch Aussicht auf Erfolg hat, hängt vom Einzelfall ab. Eine pauschale Einschätzung allein anhand der gemessenen Geschwindigkeit reicht häufig nicht aus.


Was kann ein Anwalt bei einem Baustellenblitzer prüfen?

Ein Anwalt kann prüfen, ob der Bußgeldbescheid formell und inhaltlich korrekt ist. Dazu gehört unter anderem die Frage, ob der Tatort richtig bezeichnet wurde, ob die zulässige Geschwindigkeit nachvollziehbar angegeben ist und ob die Messung ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Besonders wichtig ist die Akteneinsicht. Erst dadurch lassen sich Messprotokolle, Eichnachweise, Schulungsnachweise und weitere Unterlagen prüfen. Ohne diese Informationen bleibt oft unklar, ob tatsächlich ein verwertbares Messergebnis vorliegt.

Auch die Frage, ob ein Fahrverbot vermieden oder abgemildert werden kann, kann eine Rolle spielen. Dies hängt jedoch stark vom Einzelfall ab und ist keineswegs garantiert.

Prüfpunkt Mögliche Bedeutung
Messprotokoll korrekter Aufbau und Ablauf
Eichnachweis Gültigkeit der Messung
Schulungsnachweis Bedienung durch geschultes Personal
Messfoto Fahrer- und Fahrzeugzuordnung
Beschilderung Wirksamkeit des Tempolimits


Gerade bei hohen Sanktionen kann eine anwaltliche Prüfung Klarheit schaffen. Sie zeigt, ob ein Einspruch sinnvoll ist oder ob der Bescheid voraussichtlich Bestand haben wird.


Gibt es in Baustellen besondere Regeln außer der Geschwindigkeit?

Ja, in Baustellen gelten neben der angeordneten Höchstgeschwindigkeit weitere wichtige Verhaltenspflichten. Fahrer müssen besonders aufmerksam sein, ausreichend Abstand halten und ihre Geschwindigkeit an die örtlichen Verhältnisse anpassen. Das gilt auch dann, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit formal nicht überschritten wird.

Bei engen Fahrstreifen kann es erforderlich sein, besonders vorsichtig zu fahren. Für breite Fahrzeuge, Lkw oder Gespanne können zusätzliche Überholverbote oder Spurvorgaben gelten. Auch Markierungen und temporäre Verkehrsführungen müssen beachtet werden.

Kommt es in einer Baustelle zu einem Unfall, kann das Verhalten des Fahrers genau geprüft werden. Wer trotz erkennbarer Gefahren zu schnell fährt, zu dicht auffährt oder unaufmerksam ist, kann sich nicht allein darauf berufen, die angeordnete Höchstgeschwindigkeit eingehalten zu haben.

Regel in der Baustelle Bedeutung
Geschwindigkeit anpassen auch unterhalb des Tempolimits erforderlich
Abstand halten wegen verengter Spuren besonders wichtig
Überholverbote beachten häufig bei schmalen Fahrstreifen
Rettungsgasse bilden bei stockendem Verkehr auf Autobahnen
Spurführung beachten temporäre Markierungen sind verbindlich


Baustellen verlangen daher eine angepasste und vorausschauende Fahrweise. Wer nur auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit achtet, übersieht möglicherweise andere relevante Pflichten.

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Auch bei Blitzerbriefen kann es sich lohnen, Einspruch einzulegen, etwa bei Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstößen oder Abstandsverstößen:

Technische Fehler des Gerätes
Auslöserfehler
Unscharfe Blitzerfotos
Störungen durch Reflexionen
Formelle Mängel im Bußgeldbescheid
Fehlerhafte Angaben
Fehlende Begründung
Verspätete Zustellung & Verjährung
Rechtliche Argumente gegen Strafe
Unverhältnismäßige Sanktionen
Strafe für den Betroffenen unzumutbar
Dabei kann es hilfreich sein, einen Anwalt für Verkehrsrecht einzubeziehen. Ein auf Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt kann Akteneinsicht beantragen und so die Grundlage der Sanktion überprüfen. Gerade bei Gefährdungsvorwürfen ist oft entscheidend, ob diese objektiv belegbar sind. Anwälte erkennen schnell, ob ein Vorgehen Aussicht auf Erfolg hat und können durch fundierte Argumentation eine Einstellung des Verfahrens erreichen.

Unser Expertentipp

Akzeptieren Sie einen Baustellen-Blitzer nicht ungeprüft, wenn Punkte oder ein Fahrverbot drohen. Neben dem Messwert sollten auch die Beschilderung, der Toleranzabzug, die Fahrerzuordnung und die Messunterlagen kontrolliert werden. Handeln Sie frühzeitig, denn für einen Einspruch haben Sie ab Zustellung des Bescheid nur zwei Wochen Zeit.

Fazit

Wer in einer Baustelle geblitzt wird, muss grundsätzlich mit den normalen Sanktionen für Geschwindigkeitsverstöße rechnen. Einen pauschalen Baustellenzuschlag gibt es nicht. Entscheidend sind die Höhe der Überschreitung, der Messort innerorts oder außerorts sowie mögliche weitere Verstöße.

Gerade bei Punkten, einem Fahrverbot oder Zweifeln an der Beschilderung lohnt sich ein genauer Blick auf den Bußgeldbescheid. Messung, Fahrerzuordnung und Verkehrszeichen können wichtige Ansatzpunkte für eine Prüfung bieten. Da für einen Einspruch nur zwei Wochen bleiben, sollten Betroffene nach Erhalt des Bescheids zeitnah handeln.





Die häufigsten Fragen rund um Baustellen-Blitzern

Ein eigener Baustellenzuschlag ist im Bußgeldkatalog nicht vorgesehen. Die Strafe richtet sich nach der gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitung und danach, ob der Verstoß innerorts oder außerorts begangen wurde. Zusätzliche Verstöße oder eine konkrete Gefährdung können aber die Sanktionen verschärfen.

Eine Baustelle auf der Autobahn wird als außerorts bewertet. Für die Sanktion gelten daher die außerörtlichen Bußgeldtabellen.

Ja. Ein Fahrverbot kann drohen, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung hoch genug ist: innerorts ab 31 km/h zu schnell und außerorts ab 41 km/h zu schnell. Aber auch bei geringeren Überschreitungen kann ein Fahrverbot verhängt werden, wenn Sie zweimal innerhalb eines Jahres mit mehr als 26 km/h zu schnell in einer Baustelle erwischt werden.

Ein Einspruch kann sinnvoll sein, wenn Zweifel an der Messung, der Beschilderung oder der Fahreridentifizierung bestehen. Besonders bei Punkten oder Fahrverbot sollte der Bescheid genau von einem Anwalt für Verkehrsrecht geprüft werden.

Wenn Verkehrszeichen verdeckt, verdreht oder widersprüchlich waren, kann dies ein relevanter Einwand sein. Ob der Vorwurf dadurch entfällt, hängt vom Einzelfall ab und sollte anhand der konkreten Situation geprüft werden.


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1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013




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