Die Anhörung im Bußgeldverfahren - Der Anhörungsbogen

Was ist ein Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren, welche Belehrungspflicht gilt dort und ob der Anhörungsbogen zurückgeschickt werden muss

Anhörungsbogen der Behörden

Was ist eine Anhörung im Bußgeldverfahren

    Nach vor Zustellung des Bußgeldbescheids erhält der Verkehrssünder i.d.R. einen die Anhörung im Bußgeldverfahren. Die Behörden versenden diesen Anhörungsbogen, die Anhörung im Bußgeldverfahren nach einer begangenen Ordnungswidrigkeit der Straßenverkehrsordnung.
    Zu den Ordnungswidrigkeiten im Strassenverkehr gehören unter anderem Geschwindigkeitsüberschreitungen, das Überfahren einer Roten Ampel, Telefonieren am Steuer oder wenn Sie den Abstand nicht eingehalten haben.
    Der Anhörungsbogen, die Anhörung im Bußgeldverfahren, soll dem Fahrer die Möglichkeit geben, sich zum vorgeworfenen Sachverhalt zu äußern.



    Anhörungsbogen Angaben zur Sache

    Nach §§ 55 Abs. 1 OWiG i.V.m. § 163a Abs. 1 StVO ist der Fahrer vor dem Abschluss
    der Ermittlung der Behörde anzuhören, weshalb Sie in der Regel vor Zusendung des Bußgeldbescheids das Schreiben "Anhörung im Bußgeldverfahren" erhalten.

    Dies erfolgt grundsätzlich durch die Übersendung eines Anhörungsbogens. In diesem wird dem Betroffenen der Vorwurf in dieser Ordnungswidrigkeit dargelegt, die laut Bußgeldkatalog sanktioniert wird. Der Bußgeldkatalog unterscheidet Verkehrsordnungswidrigkeiten in:

    Bußgeldkatalog Geschwindigkeit
    Bußgeldkatalog Rote Ampel
    Bußgeldkatalog Abstand
    Alkohol am Steuer
    Telefonieren am Steuer

    Der Betroffene kann zum Schreiben der Bußgeldstellen Stellung nehmen.

    Muss man auf Anhörung Bußgeldverfahren antworten

    Schon bei der Zustellung des Anhörungsschreibens im Bußgeldverfahren der Behörde raten wir anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, da zum einen die Einstellungswahrscheinlichkeit steigt und zum anderen die technische Prüfung der Messung durch erfahrene Anwälte erfolgen sollte.
    Die auf Verkehrsordnungswidrigkeiten spezialisierte Kanzlei Stolle, Erste Hilfe Bussgeld oder Der Bußgeldbescheid hilft Ihnen gerne bei der Wahrnehmung und Durchsetzung Ihrer Interessen, um mit anwaltlicher Hilfe Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen bzw. das Schreiben der Behörde im Bußgeldverfahren nicht selbst beantworten zu müssen.
    In der Regel werden Einsprüche gegen den Bußgeldbescheid der Betroffenen ohne anwaltliche Vertretung pauschal durch die Behörden zurückgewiesen, insbesondere bei zentralen Bußgeldstellen. Neben der Bennenung der Ordnungswidrigkeit - des Geschwindigkeitsverstoßes, Abstandsverstoßes, Rotlichtverstoßes, Handyverstoßes oder eines anderen Verstoßes also, sollte das Schreiben, die Anhörung im Bußgeldverfahren der Bussgeldstelle, Ort und Zeit des Verstoßes, die Höhe des zu erwartenden Bußgeldes laut Bußgeldkatalog (BKatV) und Angaben zu den Zeugen enthalten. Im Falle einer schriftlichen Anhörung ist der Betroffene über sein Schweigerecht nach §55 Abs.2, §136 Abs.1 Satz2 StPO zu belehren.



    Belehrungspflicht bei der Anhörung im Bußgeldverfahren

    Wenn der Befragte als Betroffener und nicht als Zeuge bei der Anhörung im Bußgeldverfahren angehört wird, besteht Belehrungspflicht hinsichtlich des Rechts zum Schweigen.
    In dem Anhörungsbogen der Behörde muss der Betroffene laut §§ 55 Abs. 2 OWiG, 136 S. 2 StPO i.V.m. 46 Abs. 1 OWiG über sein Aussageverweigerungsrecht belehrt werden.
    Inwieweit bei der Anhörung im Bußgeldverfahren zu belehren ist, bemisst sich nach der Stärke des Tatverdachts.

    Recht auf Anhörung bei der Anhörung im Bußgeldverfahren

    Der Betroffene hat ein Recht auf Anhörung im Bußgeldverfahren. Unterbleibt die Anhörung, wird dadurch der Bußgeldbescheid aber nicht unwirksam.

    Anhörungsbogen zurückschicken oder nicht

    In der Regel beträgt die Frist zum Zurücksenden des Anhörungsbogen im Bußgeldverfahren 1 Woche. Der Befragte ist gegenüber der Behörde laut § 111 OwiG verpflichtet Angaben zur seiner Person zu machen. Angaben zur Sache können verweigert werden, denn es besteht in einer Ordnungswidrigkeit kein Zwang zur Selbstbezichtigung.
    (BVerfG NJW 1981, 1431; vgl. u.a. BGHSt 38, 214, 220 m.w.N.)

    Wenn Sie nicht der Halter die Ihnen zur Last gelegten Ordnungswidrigkeit sind, können Sie im Anhörungsbogen den tatsächlichen Fahrer benennen. Verpflichtet ist der Betroffene dazu aber nicht.
    Wenn Sie die Anhörung im Bußgeldverfahren von der Behörde erhalten haben, raten wir anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, da zum einen die Einstellungswahrscheinlichkeit steigt und zum anderen die technische Prüfung der unterschiedlichen Blitzer Typen durch erfahrene Anwälte erfolgen sollte.



Bußgeldkatalog 2019 nach Kategorie:



Geschwindigkeitsüberschreitungen in Zone 30:



Sicherheitsabstand nach gefahrener Geschwindigkeit:



    * Studie der Verkehr-Unfall-Technik-Sachverständigengesellschaft (VUT) über Bußgeldbescheide

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Bußgeld Zone 30:











































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