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Rund 52.000 Fahrzeuge betroffen

Mercedes-Rückruf wegen Brandgefahr

Mercedes-Rückruf wegen Brandgefahr
© Wirestock Creators/Shutterstock.com – Brandgefahr bei den SUV-Modellen EQA und EQB.
Burcu Bostan

Burcu Bostan

02.03.2026
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Wegen möglicher Brandgefahr hat Mercedes die SUV-Modelle EQA und EQB zurückgerufen. Betroffene Halter sollten die Hinweise des Herstellers unbedingt beachten.


    Das Wichtigste in Kürze:
  • Mercedes ruft 51.729 EQA- und EQB-Modelle (2021–2024) wegen möglicher Brandgefahr zurück.
  • Auslöser ist ein potenzieller Kurzschluss in der Hochvolt-Batterie.
  • Ein erstes Software-Update führte zu längeren Ladezeiten und geringerer Batteriekapazität.
  • Jetzt wird die Hochvoltbatterie vollständig ersetzt, um das Risiko zu beseitigen.


Mercedes-Rückruf: betroffene Modelle

Der Rückruf betrifft nach den derzeit bekannten Angaben die Mercedes SUV-Modelle EQA und EQB aus den Baujahren 2021 bis 2024. Das sind 51.729 Fahrzeuge weltweit, davon 4.677 in Deutschland.

Sind Sie vom Rückruf betroffen?

Betroffen sind die vollelektrischen SUV-Modelle EQA und EQB aus den Baujahren 2021 bis 2024. Wenn Ihr Fahrzeug in diesen Zeitraum fällt, werden Sie in der Regel vom Hersteller informiert: Mercedes schreibt betroffene Halter direkt an, sobald die Fahrgestellnummer (FIN) im System der aktuellen Rückrufaktion zugeordnet ist.

In dem Schreiben geht es konkret um den Austausch der Hochvoltbatterie. Sie erhalten Hinweise zur Sicherheitsmaßnahme sowie zur Terminvereinbarung in einer autorisierten Werkstatt. In Deutschland wird die Aktion vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unter der Referenznummer 16136R geführt. Das KBA überwacht, ob der Hersteller die betroffenen Halter informiert und die Maßnahme ordnungsgemäß umsetzt.

Falls Sie bislang keinen Brief erhalten haben, aber ein EQA oder EQB aus dem genannten Bauzeitraum fahren, empfiehlt sich eine eigenständige Prüfung. Mit der Fahrgestellnummer können Sie bei einem Mercedes-Servicepartner oder direkt beim Hersteller klören, ob Ihr Fahrzeug vom Rückruf betroffen ist.

    Rückruf online überprüfen
    Prüfen Sie hier, ob Ihr Fahrzeug vom Rückruf betroffen ist.

Die Hintergründe zum Mercedes-Rückruf

Auslöser der Rückrufaktion ist ein mögliches Problem in der Hochvolt-Batterie der betroffenen Fahrzeuge. Nach bisherigen Erkenntnissen kann es in einzelnen Batteriezellen zu einem internen Kurzschluss kommen. Im ungünstigsten Fall besteht dadurch ein erhöhtes Risiko für einen Fahrzeugbrand.

Erstmals öffentlich thematisiert wurde das Risiko durch Unterlagen der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Demnach waren in China bereits mehrere Fahrzeuge in Brand geraten. Die Hinweise führten dazu, dass der Hersteller die betroffenen Baureihen genauer untersuchte und schließlich eine Rückrufmaßnahme einleitete.

Zunächst reagierte Mercedes mit einem Software-Update für das Batteriemanagementsystem. Dieses sollte das Risiko minimieren, indem Ladeleistung und nutzbare Kapazität angepasst wurden. Die Maßnahme brachte jedoch spürbare Einschränkungen für die Betroffenen mit sich, etwa längere Ladezeiten beim Schnellladen und eine reduzierte Reichweite.

Nun folgt der vollständige Austausch der Hochvoltbatterie. Damit soll nicht nur das Brandrisiko dauerhaft beseitigt, sondern auch die ursprüngliche Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge wiederhergestellt werden.

Brandgefahr bei E-Autos: Rückrufe nehmen zu

Ein technisches Problem in der Hochvolt-Batterie kann dazu führen, dass sich das Fahrzeug entzündet. Genau dieses Brandrisiko steht beim aktuellen Rückruf im Fokus.

Aus Verbraucherperspektive ist entscheidend: Ein Rückruf wegen Brandgefahr ist kein Komfortthema, sondern eine Sicherheitsmaßnahme. Betroffene sollten Hinweise des Herstellers ernst nehmen und die angeordnete Werkstattmaßnahme zeitnah durchführen lassen.

Dass sicherheitsrelevante Batteriethemen im Markt für Elektrofahrzeuge derzeit keine Einzelfälle sind, zeigen auch andere Hersteller: Ende 2025 mussten unter anderem BMW und Audi vergleichbare Rückrufaktionen wegen Brandrisiken starten.

Was sollten Betroffene jetzt tun?

  • Prüfen Sie den Rückrufstatus und bewahren Sie Schreiben, Werkstattberichte und Terminbestätigungen auf.
  • Vereinbaren Sie die Maßnahme möglichst zeitnah – bei Sicherheitsrückrufen zählt dringendes Handeln.
  • Wenn es zu längeren Standzeiten, Nutzungseinschränkungen oder Folgeschäden kommt, kann eine juristische Prüfung sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.









Quellen:

2 Rückrufaktionen beim Kraftfahrt-Bundesamt (zuletzt abgerufen am 26.02.2026)

3 § 6 Produktsicherheitsgesetz (Pflichten bei unsicheren Produkten) (zuletzt abgerufen am 26.06.2026)

4 § 26 Produktsicherheitsgesetz (Rückrufe und Gefahrenabwehr) (zuletzt abgerufen am 26.06.2026)

5 § 19 StVZO (Technische Mängel an Fahrzeugen) (zuletzt abgerufen am 26.06.2026)

6 Rückrufaktionen wegen Sicherheitsmängeln – Verbraucherrechte (zuletzt abgerufen am 26.06.2026)


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