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Vorsicht beim Autofahren

Verkehrschaos 2026: Winterwetter in Deutschland

Verkehrschaos 2026: Vorsicht beim Autofahren
© Scharfsinn/Shutterstock.com – Glatteis, Schnee und Frost fordern erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr.
Burcu Bostan

Burcu Bostan

07.01.2026
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Der Winter zeigt sich derzeit von seiner rauen Seite: Schnee, Eis und kräftiger Wind sorgen in vielen Regionen für schwierige Verkehrsbedingungen. Wo Autofahrer besonders vom Winterwetter betroffen sind.


    Das Wichtigste in Kürze:
  • In vielen Regionen Deutschlands besteht derzeit erhöhte Glättegefahr auf den Straßen.
  • Schnee und Eis erfordern eine besonders vorsichtige Fahrweise und längere Bremswege.
  • Bei winterlichen Bedingungen gilt die situative Pflicht zur Nutzung geeigneter Winterreifen.
  • Unnötige Fahrten sollten bei extremem Winterwetter möglichst vermieden werden.


Glatteis und Frost in vielen Regionen

Autofahrende und Fußgänger müssen in weiten Teilen Deutschlands weiterhin mit glatten Straßen und Wegen rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht nahezu bundesweit Glättegefahr. Besonders kritisch ist die Lage an der Nordseeküste sowie im Harz, wo es durch Schnee und Wind zu Verwehungen kommen kann.

In der Südosthälfte Deutschlands sinken die Temperaturen stellenweise auf minus 10 bis minus 15 Grad. In höheren Lagen, etwa auf dem Brocken, sowie auf den Nordseeinseln sind zusätzlich starke Sturmböen möglich. Im Norden kann es örtlich zu gefährlichem Glatteis durch gefrierenden Regen kommen.

  • Bei winterlichen Straßenverhältnissen gilt in Deutschland die situative Winterreifenpflicht.

Schnee, Sturm und Unwetter zum Wochenausklang

Am Freitag, 9. Januar, verschärft sich die Wetterlage weiter. Vor allem im Südwesten sowie im Norden werden teils schwere Sturmböen erwartet. In exponierten Berglagen sind sogar Orkanböen bis Windstärke 12 möglich. Gleichzeitig drohen im Norden und im Bergland kräftige Schneefälle mit starken Verwehungen und erhöhter Glättegefahr.


Prognose für das Wochenende

Auch am Samstag, 10. Januar, bleibt die Lage angespannt. Laut Wetterdienst sind insbesondere im Bergland weitere Schneefälle von 5 bis 10 Zentimetern möglich. In den Alpen und im Schwarzwald kann lokal sogar mit 20 bis 40 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden. Erst am Sonntag, 11. Januar, zeichnet sich eine allmähliche Beruhigung der Wetterlage ab.


Maßnahmen in Hamburg

Besonders betroffen zeigt sich aktuell die Hansestadt Hamburg. Dort wurde angesichts der stärksten Schneefälle seit 15 Jahren das Streusalzverbot auf Gehwegen bis zum 21. Januar aufgehoben. Auch Autobahnmeistereien und kommunale Dienste in den betroffenen Regionen bereiten sich intensiv auf weitere Schneefälle und Glätte vor.


Beeinträchtigungen im Bahnverkehr

Das Winterwetter wirkt sich auch deutlich auf den Bahnverkehr aus. Die Deutsche Bahn meldet aufgrund von Schnee, Eis und Frost Verspätungen sowie Teil- und Komplettausfälle im innerdeutschen und internationalen Verkehr.

Bis voraussichtlich 9. Januar kommt es im Regionalverkehr in Schleswig-Holstein und Hamburg zu Einschränkungen. Vereiste Fahrzeuge führen dort zusätzlich zu reduzierten Kapazitäten. Ähnliche Probleme bestehen auch in Niedersachsen und Bremen, wo Reisende ebenfalls mit Ausfällen rechnen müssen.

Im Fernverkehr rund um Berlin sind Umleitungen möglich, der Halt in Berlin Südkreuz kann zeitweise entfallen. Darüber hinaus beeinträchtigt das Winterwetter auch den internationalen Bahnverkehr: ICE-Verbindungen zwischen Deutschland und den Niederlanden sowie grenzüberschreitende Züge nach Frankreich sind von Verspätungen und Ausfällen betroffen.

  • Reisende sollten vor Fahrtantritt den aktuellen Zugstatus prüfen und mehr Zeit einplanen.

Flugverkehr bisher weitgehend stabil

Im Luftverkehr gibt es derzeit noch keine größeren Störungen. Dennoch kann sich die Lage kurzfristig ändern. Flugreisende sollten ihren Flugstatus regelmäßig kontrollieren, um auf mögliche Verzögerungen vorbereitet zu sein.




Einschränkungen am Flughafen Frankfurt

Am Flughafen Frankfurt ist der Sky-Line-Betrieb zwischen den Terminals aufgrund von Glätte derzeit vollständig eingestellt. Zwischen Terminal 1/B und Terminal 2 verkehren Busse als Ersatz. Passagiere, die innerhalb von Terminal 1 wechseln müssen, können den USSP-Shuttle-Service nutzen, um den Transfer sicher zu gewährleisten.


Sicher unterwegs bei Schnee und Glätte

Bei Glatteis und Schneeglätte gilt für Autofahrer besondere Vorsicht. Entscheidend sind eine angepasste Geschwindigkeit, ausreichend Sicherheitsabstand und vorausschauendes Fahren. Unnötige Fahrten sollten bei extremen Witterungsverhältnissen möglichst vermieden werden, um das Risiko von Unfällen deutlich zu reduzieren.


Bußgelder bei Verstößen im Winter

Wer sein Fahrzeug nicht ordnungsgemäß vorbereitet oder gegen Verkehrsregeln verstößt, muss mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg rechnen.

  • Autodach vor Fahrtantritt nicht von Schnee befreit: 25 Euro
  • Fahren mit zugeschneitem oder unlesbarem Kennzeichen: 5 Euro
  • Nur ein „Guckloch“ in der Frontscheibe freigekratzt: 10 Euro
  • Motor im Stand warmlaufen lassen: 80 Euro
  • Keine Winterreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen: ab 60 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg

Wichtig: Kommt es zusätzlich zu einer Gefährdung oder einem Unfall, können sich die Bußgelder deutlich erhöhen. Zudem drohen Haftungsnachteile gegenüber Versicherungen, wenn Pflichten bei Winterwetter missachtet werden.









Quellen:

1 Wettergefahren – Aktuelle Warnlagen (zuletzt abgerufen am 07.01.2026)

2 Deutscher Wetterdienst – Aktuelle Warnhinweise (zuletzt abgerufen am 07.01.2026)

3 Deutsche Bahn – Aktuelle Verkehrsmeldungen (zuletzt abgerufen am 07.01.2026)

4 Flughafen Frankfurt – Hinweis zum SkyLine-Betrieb (zuletzt abgerufen am 07.01.2026)


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