Auch ausländische Pkw betroffen
Fahrverbot an der Amalfiküste
- Auf der Amalfitana (SS163) gelten auch 2026 wieder Fahrverbote für viele Pkw.
- Die Zufahrt richtet sich nach dem Prinzip der wechselnden Kennzeichen mit geraden und ungeraden Endziffern.
- Im August und September greifen die Einschränkungen täglich.
- Auch Mietwagen und Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen sind von den Fahrverboten betroffen.
Fahrverbote sollen Verkehr an der Amalfiküste entlasten
Fahrverbote gehören an der italienischen Amalfiküste inzwischen fast schon zur Urlaubssaison dazu. Auf der berühmten Küstenstraße Amalfitana (SS163) gelten auch 2026 wieder umfangreiche Einschränkungen für den Pkw-Verkehr.Betroffen ist der rund 50 Kilometer lange Abschnitt zwischen Vietri sul Mare und Positano. Die Strecke gilt wegen ihrer engen Kurven, steilen Felsabschnitte und dichten Urlauberströme als besonders stauanfällig. Mit den Maßnahmen wollen die Behörden das Verkehrsaufkommen während der Hauptreisezeit deutlich reduzieren.
Wechselnde Kennzeichen entscheiden über die Zufahrt
Für die Sommersaison 2026 setzt Italien erneut auf das bekannte System der wechselnden Kennzeichen. An geraden Kalendertagen dürfen Fahrzeuge mit gerader Endziffer nicht fahren. An ungeraden Tagen gilt das Verbot entsprechend für Pkw mit ungerader Endziffer.- Die Einschränkungen gelten vom 1. Juni bis 31. Juli jeweils samstags, sonntags und an Feiertagen zwischen 10 und 18 Uhr.
- Im August und September wird die Regelung nochmals verschärft: Dann greift das Fahrverbot täglich.
- Erst im Oktober gelten die Beschränkungen wieder nur an Wochenenden und Feiertagen.
- Ausgenommen vom Fahrverbot sind Taxis, Motorräder, Vespas und andere Zweiräder
Urlauber sollten dabei beachten, dass die Regelung nicht nur italienische Fahrzeuge betrifft. Auch Mietwagen sowie Pkw mit ausländischen Kennzeichen fallen unter die Fahrverbote entlang der Amalfitana. Wer trotz Sperre auf der Strecke unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld rechnen. Kontrollen finden insbesondere an den Zufahrten zur Küstenstraße statt.
Wer jedoch eine Unterkunft entlang der Fahrverbotsstrecke gebucht hat, darf die Straße am Tag der An- und Abreise nutzen. Eine Reservierungsbestätigung sollte jederzeit griffbereit sein, um diese Ausnahme im Zweifel nachweisen zu können.
Diese Alternativen bieten sich für Reisende an
Wer die Fahrverbote umgehen möchte, sollte die Anreise möglichst früh planen. Viele Touristen weichen inzwischen auf Busse, Fähren oder Züge aus. Besonders beliebt ist die Kombination aus Bahn und Schiff: Reisende können etwa bis Vietri sul Mare fahren und dort auf eine Fährverbindung Richtung Amalfi umsteigen.Auch entlang der Küstenstraße verkehren regelmäßig Linienbusse. Gerade in der Hauptsaison gelten öffentliche Verkehrsmittel häufig als stressfreiere Alternative zum eigenen Auto. Parkplätze entlang der Amalfitana sind ohnehin knapp und oft schnell überfüllt.
Auch Wohnmobile und Camper betroffen
Nicht nur Pkw müssen an der Amalfiküste mit Einschränkungen rechnen. Für besonders große Fahrzeuge gelten auf der Amalfitana bereits seit Jahren strengere Regeln. Fahrzeuge mit mehr als 10,36 Metern Länge, über 4 Metern Höhe oder mehr als 2,55 Metern Breite dürfen die Küstenstraße in beiden Fahrtrichtungen nicht befahren.Darüber hinaus gelten entlang der SS163 zusätzliche Vorgaben für Camper und Gespanne. So besteht ein ganzjähriges Fahrverbot zwischen 6:30 Uhr und 24 Uhr für Wohnmobile, Wohnwagen sowie Fahrzeuge mit Anhängern. Die Regelung greift unabhängig davon, wie groß oder schwer die Fahrzeuge tatsächlich sind. Bei Verstößen droht ein Bußgeld ab 100 Euro.
1 Fahrverbot an der Amalfiküste: Regel für Touristen angepasst (zuletzt abgerufen am 22.05.2026)
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