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Parkverbotsschild an einem Zaun befestigt.

Parkverbotsschild - Welche Arten gibt es und was bedeuten sie?

Parkverbotsschilder sorgen für Ordnung im Straßenverkehr. Doch wie liest man sie richtig und welche Folgen drohen bei Missachtung?

Veröffentlicht am 09.07.2025 | von Vanessa Carolin Schröder | Lesezeit: 6 min

Infografik zur VUT-Studie Messungen Blitzer
Quelle: VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 | zur Studie
Parkverbotsschilder begegnen uns im Straßenverkehr beinahe täglich – vor Einfahrten, an engen Straßenrändern oder an besonders sensiblen Stellen wie Kreuzungen und Bushaltestellen. Doch nicht immer ist klar, wann genau ein Parkverbot gilt, wie lange es andauert und welches Schild welche Bedeutung hat. Ob Parkverbotsschild mit Pfeil, Halteverbotsschild oder temporäres Parkverbot mit Zusatzzeichen: Wer sich hier nicht auskennt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern unter Umständen abgeschleppt zu werden. In diesem Artikel erklären wir Ihnen verständlich, welche Parkverbotsschilder es gibt, wie Sie sie korrekt deuten – und was passiert, wenn Sie das Schild übersehen.



Parkverbotsschilder: Das Wichtigste in Kürze

  • Parkverbotsschilder regeln, wo Sie Ihr Fahrzeug abstellen dürfen – je nach Ausführung gelten unterschiedliche Einschränkungen, etwa nur für bestimmte Zeiten oder Fahrtrichtungen.
  • Das Parkverbot beginnt ab dem Schild und endet meist an der nächsten Kreuzung oder bei einem Aufhebungsschild – Richtungspfeile zeigen die Gültigkeit an.
  • Es gibt temporäre und permanente Parkverbote, etwa bei Baustellen, Umzügen oder regelmäßiger Straßenreinigung.
  • Verstöße gegen Parkverbotsschilder können teuer werden – je nach Situation drohen Bußgelder, Punkte oder sogar das Abschleppen.
  • Zusatzzeichen liefern wichtige Hinweise, etwa zu Uhrzeiten, Fahrzeugtypen oder Bewohnerparkrechten – sie sollten unbedingt beachtet werden.
  • Auch ohne Schild kann ein Parkverbot gelten, etwa vor Ein- und Ausfahrten, an engen Straßenstellen oder vor Feuerwehrzufahrten – hier greift die StVO direkt.
Inhaltsverzechnis:
  1. Gesetzliche Grundlagen
  2. Arten von Parkverbotsschildern
  3. Welche Konsequenzen bei Missachtung
  4. Wo gilt das Parkverbot?
  5. Aktuelle Entwicklungen
  6. Wann lohnt sich ein Einspruch?
  7. Fazit


Die wichtigsten Fragen zum Parkverbotsschild

Was ist der Unterschied zwischen Halteverbot und Parkverbot?
Ein Parkverbot erlaubt das kurzzeitige Halten – etwa zum Ein- oder Aussteigen oder zum Be- und Entladen – das Parken hingegen ist untersagt. Ein absolutes Halteverbot hingegen verbietet sowohl das Halten als auch das Parken.

Wo gilt ein Parkverbotsschild genau – nur direkt neben dem Schild oder auf einer bestimmten Strecke?
Ein Parkverbot gilt ab dem Schild und meist bis zur nächsten Kreuzung oder bis zu einem Schild, das das Verbot aufhebt. Zusatzzeichen oder Richtungspfeile geben an, ob das Verbot nach links, rechts oder in beide Richtungen wirkt.

Was muss ich bei temporären Parkverboten (z. B. bei Umzügen oder Baustellen) beachten?
Temporäre Parkverbotsschilder müssen mindestens 72 Stunden vor Inkrafttreten sichtbar aufgestellt sein. Wer in diesem Zeitraum dort parkt, kann kostenpflichtig abgeschleppt werden – auch wenn das Fahrzeug bereits vor Aufstellung dort stand.

Anwaltlicher Erfahrungsbericht:

Profile
Kay Stolle
Anwalt für Verkehrsrecht
In den letzten Jahren habe ich unzählige Bußgeldbescheide geprüft – und in über der Hälfte der Fälle konnten wir tatsächlich etwas dagegen unternehmen. Oft liegt der Fehler im Detail: mangelhafte Messprotokolle, falsch positionierte Blitzer oder formale Fehler im Bescheid. Genau deshalb biete ich eine kostenlose Ersteinschätzung an – inklusive Blitzer-Check. Viele Mandanten waren überrascht, wie häufig sich ein Einspruch lohnt.
- Kay Stolle, Fachanwalt mit über 20 Jahren Erfahrung

Parkverbotsschild: Erklärung und gesetzliche Grundlagen

Parkverbotsschilder sind elementarer Bestandteil der Straßenverkehrsordnung (StVO) und dienen der Verkehrslenkung, der Sicherheit sowie der Vermeidung von Verkehrsbehinderungen. Dabei ist nicht jedes Verkehrsschild selbsterklärend – insbesondere Zusatzzeichen, Pfeilrichtungen und temporäre Varianten führen häufig zu Missverständnissen. Wer sich mit den rechtlichen Grundlagen auskennt, kann teure Fehler vermeiden.

Was ist ein Parkverbotsschild? Rechtliche Grundlagen und Vorschriften

Ein Parkverbotsschild signalisiert laut § 41 StVO ein absolutes oder eingeschränktes Verbot, ein Fahrzeug auf der Fahrbahn abzustellen. Entscheidend ist: Parken bedeutet, das Fahrzeug länger als drei Minuten stehen zu lassen oder es zu verlassen. Schon diese Definition sorgt in der Praxis oft für Unsicherheit.

Rechtlich verbindlich sind die Vorschriftzeichen (Rundschild mit blauem Hintergrund und rotem Rand/Balken), deren Bedeutung in Anlage 2 der StVO festgelegt ist. Wer ein Parkverbotsschild ignoriert, begeht eine Ordnungswidrigkeit – mit möglichen Sanktionen nach dem Bußgeldkatalog 2025.

Wichtige Punkte:
  • Ein "einfacher" roter Querbalken auf blauem Grund bedeutet eingeschränktes Halteverbot (Parkverbot).
  • Zwei diagonale rote Balken zeigen ein absolutes Halteverbot an.
  • Zusatzzeichen können Zeiten, Fahrzeugarten oder Ausnahmen regeln.
  • Die Straßenverkehrsbehörden entscheiden lokal über die Aufstellung.

Was bedeuten eingeschränktes Halteverbot und absolutes Halteverbot?

Nicht jedes Parkverbot ist gleich – die StVO unterscheidet klar zwischen einem eingeschränkten und einem absoluten Halteverbot. Beide Varianten haben unterschiedliche Auswirkungen auf das, was Sie als Autofahrer noch dürfen – und was nicht. Gerade in Städten ist es wichtig, diese Schilder korrekt zu interpretieren, um Sanktionen oder Abschleppmaßnahmen zu vermeiden.
  • Eingeschränktes Halteverbot (ein roter Querbalken): Hier dürfen Sie für kurze Zeit halten, etwa zum Be- oder Entladen oder zum Aussteigenlassen von Personen. Längeres Parken ist jedoch nicht erlaubt.
  • Absolutes Halteverbot (zwei diagonale rote Balken): Weder Parken noch kurzes Halten ist hier erlaubt – der Bereich muss immer frei bleiben, etwa für Einsatzfahrzeuge oder den Verkehrsfluss.
Wichtig ist auch die Pfeilrichtung auf den Schildern: Sie zeigt an, wo das Verbot beginnt, endet oder innerhalb eines Bereichs gilt. Wer hier falsch steht, riskiert ein Bußgeld oder sogar das Abschleppen.

Unterschied zwischen Halteverbot und Parkverbot: Wichtige Aspekte

Viele Autofahrer setzen Parkverbot und Halteverbot gleich – dabei gibt es klare Unterschiede zwischen Halten und Parken:
  • Parkverbot: Kurzzeitiges Halten bis drei Minuten ist erlaubt, etwa für Be- und Entladen oder zum Ein- und Aussteigen.
  • Halteverbot: Hier ist selbst kurzes Halten unzulässig – der Bereich muss dauerhaft frei bleiben.
Der Unterschied hat Auswirkungen auf die Praxis: Während das Halten im eingeschränkten Halteverbot ein Parkverbot bedeutet und ein Halten in bestimmten Fällen noch erlaubt ist, wird das Halten im absoluten Halteverbot schnell zur Ordnungswidrigkeit – mit entsprechenden Folgen wie Bußgeld oder Abschleppen.

Was bedeutet das für Sie?

  • Parkverbot erlaubt kurzes Halten, Halteverbot nicht.
  • Parkverbotsschilder mit Zusatzzeichen regeln Sonderfälle.
  • Bei Unsicherheit gilt: Lieber eine andere Stelle wählen.
  • Wiederholtes Missachten kann Punkte oder Abschleppkosten verursachen.

Arten von Parkverbotsschildern und ihre Bedeutungen

Nicht jedes Parkverbotsschild sieht gleich aus – und nicht jedes Verbot gilt überall gleich. Damit Sie beim nächsten Halten keine unangenehme Überraschung erleben, lohnt sich ein genauer Blick auf die verschiedenen Varianten. Denn je nach Ausführung und Zusatzzeichen kann das Parkverbotsschild andere Regeln und Konsequenzen mit sich bringen.

Standard-Parkverbotsschild: Design und Bedeutung

Das klassische Parkverbotsschild erkennen Sie an einem blauen Kreis mit rotem Rand und einem roten Querbalken. Es signalisiert: Hier ist das Parken verboten – Halten ist jedoch erlaubt, wenn es nur kurzzeitig und ohne Behinderung geschieht, also ein eingeschränktes Halteverbot.
  • Gilt meist auf bestimmten Straßenseiten, besonders in schmalen Straßen
  • Ergänzende Pfeile geben an, ab oder bis wo das Verbot gilt
  • Zusatzschilder konkretisieren Zeiträume oder Fahrzeugarten
  • Verstöße können zu Verwarnungsgeldern oder sogar Abschleppen führen
Das absolute Halteverbot hingegen ist durch ein ähnliches Parkverbotsschild gekennzeichnet, jedoch mit zwei roten diagonalen Balken statt nur einem. Hier ist weder Parken noch Halten erlaubt – selbst für wenige Sekunden nicht.

Typische Merkmale des absoluten Halteverbots:
  • Gilt häufig in Feuerwehrzufahrten, engen Kurven oder Kreuzungsbereichen
  • Kein Halten oder Parken erlaubt – auch nicht zum Be- oder Entladen
  • Auch hier zeigen ergänzende Pfeile, wo das Verbot gilt
  • Verstöße können mit Bußgeld und Punkten in Flensburg geahndet werden

Temporäre Parkverbotsschilder: Einsatz und Regelungen

Temporäre Parkverbotsschilder, auch Bedarfshalteverbot genannt, werden bei Baustellen, Umzügen oder Veranstaltungen aufgestellt. Sie unterscheiden sich äußerlich kaum, sind aber meist mit einem Zusatzschild versehen, das den Zeitraum klar definiert.
  • Werden häufig mit Datums- und Uhrzeitangaben ergänzt
  • Müssen 3 Tage vor Inkrafttreten aufgestellt werden
  • Auch gültig, wenn ein Autofahrer das Schild nicht rechtzeitig gesehen hat
  • Abschleppen bei Missachtung ist in solchen Fällen zulässig

Richtzeichen: Wegweisung und Regelungen für den Verkehr

Ein Parkverbotsschild sagt nicht immer alles – Zusatzzeichen darunter geben oft wichtige Hinweise zur Gültigkeit. Diese können sich auf Fahrzeugarten, Uhrzeiten, Wochentage oder Anwohnerrechte beziehen.
  • „Bewohner mit Parkausweis frei“: Nur mit Ausweis erlaubt
  • Zeitliche Einschränkung: z. B. „werktags von 7–18 Uhr“
  • Einschränkungen nach Fahrzeugart: „nur für Lkw“ oder „nur Pkw“
  • Zusatz „mit Parkscheibe“ oder „mit Parkschein“ konkretisiert Pflichten

Parkverbotsschild - Welche Konsequenzen drohen bei Missachtung

Wer ein Parkverbotsschild übersieht oder ignoriert, riskiert mehr als nur ein Knöllchen. Abhängig von Ort, Dauer und konkreter Verkehrsbehinderung können auch Punkte in Flensburg oder sogar das Abschleppen folgen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Beschilderung – vor allem in Städten, Baustellenbereichen oder vor Einfahrten.

Bußgelder und rechtliche Folgen: Was droht Autofahrern?

Ein Verstoß gegen ein Parkverbotsschild kann mit einem Verwarngeld ab 10 Euro beginnen – bei erhöhter Gefährdung oder bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer steigen die Bußgelder deutlich an. Der Bußgeldkatalog 2025 sieht außerdem zusätzliche Sanktionen vor, wenn Rettungswege oder Fußgängerwege zugeparkt werden.

Mögliche Konsequenzen (Stand 30.08.2025)
Verstoß gegen Parkverbotsschild Verwarngeld/Bußgeld Punkte und weitere Konsequenzen
unzuläassiges Halten im abso­luten Halte­verbot 20 Euro -
unzulässiges Parken im eingeschränkten/abso­luten Halte­verbot 25 Euro mit Behinderung 40 Euro
Parken im absoluten Halteverbot mit Unfallfolge 80 Euro 1 Punkt
Parken in einer Feuerwehrzufahrt 55 Euro -
Parken auf einem Radweg 55 Euro -
Parken vor einer Einmündung, Kreuzung, einem abgesenkten Bordstein 10-35 Euro -
Parken mit Behinderung eines Einsatzfahrzeugs 100 Euro 1 Punkt, abschleppen möglich
Parken auf gekennzeichnetem Behindertenparkplatz 55 Euro -
Parken entgegen einer ausgeschilderten Parkregelung 10-25 Euro -
Parken vor einem Andreaskreuz 55-70 Euro -
Parken auf dem Gehweg ohne Freigabe 55 Euro -
Parken auf dem Gehweg mit Behinderung 70 Euro -

Abschleppmaßnahmen: Wann und wie erfolgt das Abschleppen?

Ein Auto darf in Deutschland abgeschleppt werden, wenn es den Verkehr behindert oder gegen ein geltendes Parkverbot verstößt. In der Praxis entscheiden Ordnungsamt oder Polizei, ob ein Abschleppen verhältnismäßig ist – bei blockierten Einfahrten, Hydranten oder Behindertenparkplätzen ist es jedoch fast sicher.

Häufige Abschleppgründe:
  • Parken im absoluten Halteverbot
  • Blockierte Feuerwehrzufahrten
  • Parken auf Geh- oder Radwegen
  • Missachtung eines temporären Parkverbots
Die Kosten fürs Abschleppen betragen je nach Stadt und Dienstleister zwischen 150 und 300 Euro – und müssen in jedem Fall vom Fahrzeughalter getragen werden.

Wo gilt das Parkverbot? Parksituation in verschiedenen Bereichen

Ein Parkverbotsschild allein gibt oft nicht die komplette Antwort darauf, ob und wo das Abstellen des Fahrzeugs erlaubt ist. Die konkrete Parksituation hängt stark vom jeweiligen Ort und dessen rechtlicher Einordnung ab. Unterschiedliche Bereiche – wie öffentliche Straßen, private Grundstücke oder besondere Zonen wie Kreuzungen und Einfahrten – bringen unterschiedliche Regelungen mit sich. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die örtlichen Gegebenheiten und ergänzende Verkehrszeichen.

Öffentliche Straßen versus private Grundstücke: Unterschiede

Auf öffentlichen Straßen gilt grundsätzlich die StVO – inklusive aller Regelungen zu Park- und Halteverboten. Sobald jedoch ein Grundstück als "privat" gekennzeichnet ist, liegt das Hausrecht beim Eigentümer. Das bedeutet:
  • Auf privaten Parkplätzen können Parkverstöße zivilrechtlich geahndet werden – z. B. mit einer Vertragsstrafe.
  • Die Polizei ist hier in der Regel nicht zuständig, außer bei akuten Verkehrsbehinderungen..
  • Abschleppunternehmen dürfen im Auftrag des Eigentümers handeln..
  • Ein fehlendes Parkverbotsschild bedeutet nicht automatisch, dass das Parken erlaubt ist..
Wichtig: Auch auf Privatflächen müssen Hinweis- oder Verbotsschilder eindeutig erkennbar sein.

Besondere Bereiche: Parkverbot in Wohngebieten und Nähe zu Garagen

In Wohngebieten gelten oft spezifische Regeln, auch wenn kein Parkverbotsschild aufgestellt ist – parken in der 30er Zone kann dann schon einmal herausfordernd werden. Typische Regelungen betreffen:
  • Feuerwehrzufahrten: Hier gilt ein absolutes Halteverbot – selbst kurzes Halten ist untersagt.
  • Einfahrten und Garagen: Wer vor fremden Einfahrten parkt, riskiert ein Bußgeld und das Abschleppen.
  • Wendehammer oder schmale Straßen: Auch ohne Beschilderung kann das Parken unzulässig sein, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert werden.
  • Anwohnerparkzonen: Nur mit gültigem Parkausweis erlaubt – ohne Ausweis drohen Bußgelder.
In vielen Wohngebieten wird zusätzlich mit mobilen Parkverbotsschildern gearbeitet – etwa bei Umzügen, Bauarbeiten oder Straßensanierungen.

Parkverbot vor Kreuzungen, Zebrastreifen und Co

Ein Parkverbot gilt auch dort, wo Sicht und Sicherheit im Vordergrund stehen – unabhängig vom Schild:
  • Kreuzungen und Einmündungen: Innerorts ist das Parken bis zu 5 Meter vor Kreuzungen verboten, bei Radwegen sogar bis zu 8 Meter.
  • Zebrastreifen: Mindestens 5 Meter Abstand sind Pflicht, damit Fußgänger nicht verdeckt werden.
  • Haltestellen (Bus, Tram): Hier ist Parken grundsätzlich verboten, oft mit gelber Markierung auf der Fahrbahn.
  • Fußgängerüberwege und Radüberfahrten: Das Zuparken führt zu erheblichen Gefahren – entsprechend streng sind Bußgelder.
Diese Bereiche sind besonders überwacht, da Verstöße hier nicht nur Verkehrsfluss, sondern vor allem die Sicherheit gefährden.

Gut zu wissen: Parken auf dem Gehweg

Parken auf dem Gehweg ist in Innenstädten insgesamt verboten, auch wenn kein Schild zu sehen ist. Im Gegenteil: Erst mit dem entsprechenden Verkehrsschild ist das Parken auf dem Bürgersteig erlaubt.

Aktuelle Entwicklungen und Trends im Bereich Parkverbotsschild

Der Straßenverkehr verändert sich – und mit ihm auch die Anforderungen an Parkverbotsschilder. Digitalisierung, städtisches Wachstum und ökologische Anforderungen führen dazu, dass bestehende Beschilderungen hinterfragt und durch moderne Lösungen ergänzt werden. In vielen Städten wird bereits mit innovativen Technologien und neuen Konzepten gearbeitet, um den ruhenden Verkehr effizienter und umweltgerechter zu regeln.

Technologische Neuerungen: Smart Parking und digitale Schilder

Digitale Systeme gewinnen an Bedeutung – nicht nur bei der Parkplatzsuche, sondern auch in der Parkraumüberwachung. Neue Entwicklungen umfassen:
  • Digitale Parkverbotsschilder, die zeitlich flexibel aktiviert werden können (z. B. bei Baustellen oder Events).
  • Sensorbasierte Überwachung von Parkbuchten, die Verstöße automatisch erkennen und melden.
  • Apps, die aktuelle Verbotszonen anzeigen und vor temporären Halteverboten warnen.
  • Verkehrsleitsysteme, die auf dynamisch gesteuerte Halteverbote reagieren – z. B. bei Staus oder Rettungseinsätzen.
Solche Technologien machen Verkehrszeichen nicht überflüssig, sondern ergänzen sie sinnvoll – und erleichtern sowohl Kontrolle als auch Einhaltung.

Umweltaspekte: Der Einfluss von Parkverboten auf die Verkehrslenkung

Parkverbote dienen längst nicht mehr nur der Verkehrssicherheit, sondern sind zunehmend Teil von Umweltstrategien. Städte nutzen gezielte Parkverbotszonen, um:
  • Fahrzeuge aus sensiblen Bereichen wie Altstädten oder Schulzonen herauszuhalten.
  • Luftqualität zu verbessern, indem Durchgangsverkehr reduziert wird.
  • Flächen für Rad- und Fußverkehr zu schaffen – etwa durch Umwandlung von Parkplätzen in Grünflächen.
  • Öffentlichen Nahverkehr zu priorisieren, z. B. durch Busspuren mit Halteverboten.
Solche Maßnahmen stoßen nicht immer auf Begeisterung, verfolgen aber langfristige Ziele: mehr Lebensqualität und sichere Mobilität.

Aus einer aktuellen Studie

Mit der Initiative “Die Stadt für Morgen” (2017) hat das Umweltbundesamt ein umfassendes Konzept für eine nachhaltige Stadtentwicklung vorgelegt. Ziel ist es, Verkehr, Gesundheit, Lebensqualität und Umweltschutz besser miteinander zu verbinden. Ein zentraler Baustein dabei: ein wirkungsvolles Parkraummanagement. Das Umweltbundesamt stellt in diesem Zusammenhang verschiedene Instrumente vor – von finanziellen Steuerungsmechanismen bis hin zu digitalen Parkleitsystemen zur effizienteren Nutzung und Bewirtschaftung vorhandener Stellflächen.

Bußgeldbescheid prüfen lassen – Lohnt sich ein Einspruch?

Ein Parkverstoß ist schnell passiert – ob durch ein übersehenes Parkverbotsschild, ein temporäres Halteverbot oder ein unklar lesbares Zusatzzeichen. Doch nicht jeder Bußgeldbescheid ist automatisch rechtens. Fehler bei der Beschilderung, unzulässige Zusatzzeichen oder falsch dokumentierte Verstöße können die Grundlage für einen erfolgreichen Einspruch bilden.

Gerade bei Knöllchen wegen Parkverboten kommt es immer wieder vor, dass die Schilder nicht korrekt aufgestellt wurden oder eine eindeutige Beschilderung fehlte. Auch Abschleppmaßnahmen lassen sich in bestimmten Fällen anfechten – etwa wenn die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben war.

Ob bei der Parkplatzsuche in Eile oder durch ein unübersichtliches Zusatzschild – schnell wird ein Bußgeldbescheid zugestellt. Doch das muss nicht immer das letzte Wort sein.

Auch bei Bußgeldern für eine Geschwindigkeitsüberschreitung, Abstandsverstößen oder durch das Überqueren von roten Ampeln sollten Bußgeldbescheide nicht still hingenommen werden. In vielen Fällen kann sich hier ein Einspruch lohnen:

Technische Fehler des Gerätes
Auslöserfehler
Unscharfe Blitzerfotos
Störungen durch Reflexionen
Formelle Mängel im Bußgeldbescheid
Fehlerhafte Angaben
Fehlende Begründung
Verspätete Zustellung & Verjährung
Rechtliche Argumente gegen Strafe
Unverhältnismäßige Sanktionen
Strafe für den Betroffenen unzumutbar

Unser Expertentipp

Nicht jeder Bußgeldbescheid ist rechtmäßig – besonders bei Geschwindigkeitsüberschreitungen kommt es immer wieder zu Messfehlern. Lassen Sie Ihren Fall prüfen: Unsere kostenlose Erstberatung hilft dabei, die Erfolgschancen eines Einspruchs realistisch einzuschätzen.

Fazit

Ob Standard-Parkverbot, temporäres Schild mit Zusatzzeichen oder absolutes Halteverbot: Jedes Parkverbotsschild im Straßenverkehr hat seine eigene rechtliche Bedeutung – und kann bei Missachtung schnell teuer werden. Wer die unterschiedlichen Schilder und ihre Ausnahmen kennt, vermeidet nicht nur Bußgelder und Punkte in Flensburg, sondern trägt auch zur Sicherheit und Fairness im Straßenverkehr bei.

Gerade in Städten mit angespanntem Parkraum und digitalem Parkraummanagement lohnt es sich, auf die genaue Beschilderung zu achten. Denn Parken ist kein Rechtsbereich für Halbwissen – sondern für klare Regeln. Wer Zweifel an einem erhaltenen Knöllchen hat, sollte den Bescheid immer prüfen – oft lohnt sich ein Einspruch.



Häufig gestellte Fragen zum Parkverbotsschild

Ein Parkverbot wird durch das Verkehrszeichen 286 (eingeschränktes Halteverbot, ein blauer Kreis mit rotem Rand und einem roten Querbalken) und 283 (absolutes Halteverbot, gleicher Kreis mit zwei roten Balken) angezeigt. Zusatzschilder können das Verbot auf bestimmte Zeiten, Fahrzeugarten oder Richtungen eingrenzen.

Ein Parkverbotsschild mit zwei Pfeilen markiert in der Regel den Bereich eines eingeschränkten oder absoluten Halteverbots. Der Doppelpfeil zeigt an, dass sich das Verbot sowohl auf den davor- als auch den dahinterliegenden Abschnitt bezieht – meist in Kombination mit weiteren Schildern zur Orientierung.

Ist ein Halte- oder Parkverbot nur in gesonderten Zeiten zulässig, wird dies meist durch Zusatzzeichen angezeigt, die die Uhrzeit oder die Wochentage angeben. Wo das Parkverbot beginnt wird meist durch das erste Schild mit einem einzelnen Pfeil nach rechts markiert, das Ende durch ein Schild mit einem Pfeil nach links. Bei mehreren Schildern mit Pfeilen hilft eine logische Reihenfolge: Anfang (rechts), Mitte (zwei Pfeile), Ende (links).

Je nach Verstoß fallen Verwarnungs- und Bußgelder zwischen 10 und 100 Euro an. Bei Behinderung des Verkehrs oder in sicherheitsrelevanten Bereichen (z. B. Feuerwehrzufahrten) droht zusätzlich das Abschleppen oder ein Punkt in Flensburg.

Zusatzzeichen schränken das Verbot räumlich oder zeitlich ein. Sie zeigen z. B. an, dass das Verbot nur werktags gilt, für bestimmte Fahrzeugarten (z. B. Lieferverkehr), oder ob Anwohner mit Parkausweis ausgenommen sind.





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