Auch A6, A7 und Q5 sind betroffen
Audi weitet Rückruf aus
Das Wichtigste in Kürze:
- Rückruf für Audi A6, A7 und Q5 Plug-in-Hybride.
- Brandgefahr durch überhitzende Zellmodule beim Laden.
- Software-Update soll Eigendiagnose und Sicherheit verbessern.
- Deutschland: rund 17.000 Fahrzeuge betroffen.
Worum geht es beim Audi-Rückruf?
Der große Audi Rückruf wird ausgeweitet: Bei den Plug-in-Hybrid-Modellen Audi A6, A7 und Q5 besteht laut Hersteller das Risiko, dass sich bestimmte Zellmodule der Hochvoltbatterie während des Ladevorgangs überhitzen können. Dadurch kann es im Extremfall zu einem Brand kommen. Die nun angeordnete Maßnahme betrifft weltweit über 53.000 Fahrzeuge, in Deutschland rund 17.000.Betroffene Halter sollen ein Software-Update erhalten, das die Batterieüberwachung verbessert und Auffälligkeiten frühzeitig erkennt. Das System kann zudem die Ladekapazität automatisch reduzieren, bis der Fehler behoben ist.
Das Kraftfahrt-Bundesamt informiert Betroffene in seiner Rückrufdatenbank und vergibt dafür eine eigene Referenznummer. In der Regel erhalten Fahrzeughalter zusätzlich ein Schreiben von Audi mit der Bitte, zeitnah einen Werkstatttermin zu vereinbaren.
- KBA-Referenznummer: 15722R
- Hersteller-Code: 93AD
- Produktionszeitraum: 01.08.2019 – 31.08.2024
Welche Modelle sind betroffen?
Nach aktuellem Stand umfasst der Audi-Rückruf die Baureihen A6, A7 und Q5 mit Plug-in-Hybrid-Antrieb aus dem Produktionszeitraum 01.08.2019 bis 31.08.2024. Audi spricht von einem vorsorglichen Sicherheitsupdate.Halter können über den offiziellen Rückruf-Check prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Zudem informiert das KBA Fahrzeughalter schriftlich – Werkstatttermine sind kostenfrei.
Wie läuft die Rückruf-Maßnahme ab?
In den Vertragswerkstätten wird ein Software-Update installiert, das die Batterie-Eigendiagnose erweitert. Erkennt das System künftig auffällige Messwerte, erscheint eine Warnleuchte mit dem Hinweis „Bordnetz: Störung! Bitte Service aufsuchen“.In Einzelfällen kann die Ladekapazität automatisch reduziert werden. Bei deutlichen Abweichungen tauscht die Werkstatt die gesamte Hochvoltbatterie aus
Zusammenhang mit früheren Audi-Rückrufen
Der Rückruf von Audi kommt nicht überraschend: Bereits am 21. Oktober 2025 musste der Autobauer seine PHEV-Modelle A8, Q7 und Q8 wegen ähnlicher Risiken zurückrufen. Auch dort ging es um die Verbesserung der Temperaturüberwachung und der Ladeelektronik. Laut Hersteller sind bislang keine Schadensfälle bekannt.Weitere Details zum parallel laufenden Audi-Rückruf finden Sie in unserem Beitrag.
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Auch andere Hersteller sind betroffen:
Ende September kam es bei BMW ebenfalls zu einem sicherheitsrelevanten Rückruf wegen eines möglichen Starter-Defekts mit Brandgefahr. Den vollständigen Überblick dazu finden Sie in unserem Artikel zum BMW-Rückruf.
1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 21.11.2025)
2 Rückrufaktionen beim Kraftfahrt-Bundesamt (zuletzt abgerufen am 21.11.2025)
3 § 6 Produktsicherheitsgesetz (Pflichten bei unsicheren Produkten) (zuletzt abgerufen am 21.11.2025)
4 § 26 Produktsicherheitsgesetz (Rückrufe und Gefahrenabwehr) (zuletzt abgerufen am 21.11.2025)
5 § 19 StVZO (Technische Mängel an Fahrzeugen) (zuletzt abgerufen am 21.11.2025)
6 Rückrufaktionen wegen Sicherheitsmängeln – Verbraucherrechte (zuletzt abgerufen am 21.11.2025)
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