Bußgeldkatalog Stand 01/2026

­Bußgeldbescheid

Sie sind geblitzt worden? Über Bussgeldeinspruch.org können Sie einen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid prüfen lassen. Ein Einspruch ist bis 14 Tage nach Erhalt eines Bußgeldbescheides möglich, um die Frist zu wahren. Laut Studie sind 56% der Bußgeldbescheide fehlerhaft:

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Bußgeldkatalog Außerorts

Km/h zu schnell Buß­geld Punkte Fahr­verbot Einspruch sinnvoll?
Bis 10 Km/h 20€ Nein Kostenlos prüfen
11 – 15 Km/h 40€ Nein Kostenlos prüfen
16 – 20 Km/h 60€ Nein Kostenlos prüfen
21 – 25 Km/h 100€ 1 Nein Kostenlos prüfen
26 – 30 Km/h 150€ 1 1 Monat* Kostenlos prüfen
31 – 40 Km/h 200€ 1 1 Monat* Kostenlos prüfen
41 – 50 Km/h 320€ 2 1 Monat Kostenlos prüfen
51 – 60 Km/h 480€ 2 1 Monat Kostenlos prüfen
61 – 70 Km/h 600€ 2 2 Monate Kostenlos prüfen
Über 70 Km/h 700€ 2 3 Monate Kostenlos prüfen
* Wenn Sie zweimal innerhalb von 12 Monaten über 26 km/h zu schnell gefahren sind.

Bußgeldkatalog Innerorts

Km/h zu schnell Buß­geld Punkte Fahr­verbot Einspruch sinnvoll?
Bis 10 Km/h 30€ Nein Kostenlos prüfen
11 – 15 Km/h 50€ Nein Kostenlos prüfen
16 – 20 Km/h 70€ Nein Kostenlos prüfen
21 – 25 Km/h 115€ 1 Nein Kostenlos prüfen
26 – 30 Km/h 180€ 1 1 Monat* Kostenlos prüfen
31 – 40 Km/h 260€ 2 1 Monat Kostenlos prüfen
41 – 50 Km/h 400€ 2 1 Monat Kostenlos prüfen
51 – 60 Km/h 560€ 2 2 Monate Kostenlos prüfen
61 – 70 Km/h 700€ 2 3 Monate Kostenlos prüfen
Über 70 Km/h 800€ 2 3 Monate Kostenlos prüfen
* Wenn Sie zweimal innerhalb von 12 Monaten über 26 km/h zu schnell gefahren sind.

Probezeit

Alle Angaben richten sich an Fahrer, die bereits ihre Probezeit bestanden haben. Wenn Sie während ihrer Probezeit 21 Km/h oder mehr zu schnell gefahren sind, müssen Sie mit einer Verlängerung der Probezeit um weitere 2 Jahre rechnen. Zudem müssen Sie an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar teilnehmen.

Bußgeldbescheid: Einspruch wegen Messfehlern

Mobile und stationäre Blitzer sind anfällig für Messfehler. Viele Blitzer sind noch veraltet, aber auch moderne Blitzeranhänger und mobile Laserblitzer messen nicht immer fehlerfrei.  

Eine Untersuchung von 126 Einzelmessung einer Poliscan-Speed-Messreihe ergab eine durchschnittliche Abweichung von 10,44 km/h aufgrund einer fehlerhaften Kalibrierung des Messgeräts. [Landesrecht Baden-Württemberg, 16.01.2023, 1 VB 38/18]

Daher sollten betroffene Autofahrer Ihre Blitzermessung auf Messfehler überprüfen lassen. Eine Übersicht der aktuellen Messgeräte:

Blitzer-Einspruch prüfen

Blitzer Verkehrsverstöße Einspruch möglich?
Einseitensensor 1.0/3.0/8.0 Geschwindigkeit Kostenlos prüfen
Koaxialkabelmessung Geschwindigkeit, rote Ampel Kostenlos prüfen
Monocam Handy am Steuer Kostenlos prüfen
Mobile Lasermessung Geschwindigkeit Kostenlos prüfen
Multanova 6f Geschwindigkeit, rote Ampel Kostenlos prüfen
Poliscan Speed / FM1 Geschwindigkeit, rote Ampel Kostenlos prüfen
Provida 2000 Abstand, Geschwindigkeit Kostenlos prüfen
Traffistar S330/S350/Minirack Geschwindigkeit, rote Ampel Kostenlos prüfen
Traffipax Speedophot Geschwindigkeit Kostenlos prüfen
Traffipax Traffiphot Rote Ampel Kostenlos prüfen
VKS 3.0/4.5 Abstand, Geschwindigkeit Kostenlos prüfen
Quelle: Physikalisch-Technische Bundesanstalt, 18.04.2023

Einspruch kostenlos prüfen
Wir prüfen Ihre Blitzermessung und Ihr Bußgeldverfahren kostenlos auf Fehler und teilen Ihnen Ihre Erfolgschancen für einen Einspruch mit. Laut Studie sind 56% der Messungen fehlerhaft.

Blitzer-Studie: 56% der Messungen sind fehlerhaft

Eine Studie der Sachverständigengesellschaft VUT-Verkehr untersuchte 14.783 Bußgeldbescheide und entdeckte in 56% der Fälle Fehler, die einen Einspruch begünstigen. Hier finden Sie eine Übersicht der bekannten Fehler und eine Liste der aktuellen mobilen und stationären Blitzer.

  • Die Beweisführung in der Bußgeldakte war bei 25% der untersuchten Fälle fehlerhaft, weshalb ein Bußgeldbescheid aufgrund der fehlerhaften Nachvollziehbarkeit der Messdaten nicht hätte erlassen werden dürfen.
  • Ein falscher Tatvorwurf durch Messfehler oder falsche Zuordnung der Messdaten wurde bei 8% der Vorwürfe entdeckt.
  • Geringe Mängel wie fehlende Eichscheine, Schulungsnachweise oder fehlende Bearbeitungshinweise wurden bei 23% aufgedeckt.

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Gründe für einen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid

Ein Verstoß gegen Verkehrsregeln, sei es durch zu schnelles Fahren, das Überfahren einer roten Ampel oder das Nutzen des Handys am Steuer, kann rasch zu einem Bußgeldbescheid führen. Die Konsequenzen reichen von Geldstrafen über Punkte in Flensburg bis hin zu einem Fahrverbot, was insbesondere für Berufsfahrer gravierende Auswirkungen auf ihre Existenz haben kann.

Trotz dieser Folgen sollten Betroffene wissen, dass Bußgeldbescheide fehlerhaft sein können und daher angefochten werden können. Gründe für einen Einspruch können sein:

1. Formale Fehler:

Bußgeldbescheide müssen bestimmten formalen Vorgaben entsprechen, die fehlerhaft sein können. Dazu zählen beispielsweise fehlende oder falsch ausgewiesene Aktenzeichen, unklar formulierte Rechtsbelehrungen oder fehlerhafte Angaben zum Zeitpunkt und Ort des vermeintlichen Verstoßes.

2. Messfehler:

Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen ist es ratsam, den Bescheid auf Messfehler zu überprüfen. Fehler bei der Messung, ein unkorrekter Aufbau oder eine falsche Platzierung der Messgeräte können vorliegen.

3. Ungenaues Blitzerfoto:

Wenn der Fahrer auf einem Blitzfoto nicht eindeutig identifizierbar ist, kann gegen dieses Beweismittel Einspruch eingelegt werden.

4. Verjährung:

Die Verjährungsfrist für einen Bußgeldbescheid beträgt in der Regel nur drei Monate. Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem die Ordnungswidrigkeit begangen wurde. Erhalten Sie einen Bußgeldbescheid erst nach 3 Monaten, ist dieser unwirksam und kann angefochten werden – es sei denn die Verjährungsfrist wurde unterbrochen.

Die Verjährungsfrist für einen Bußgeldbescheid kann durch mehrere Umstände unterbrochen werden. Der häufigste Grund ist der Versand eines Anhörungsbogens. Dann beginnt die 3-Monatsfrist erneut. Allerdings kann die Verjährungsfrist von 3 Monaten nur einmal unterbrochen werden.

Tipp: Zeugenfragebogen unterbricht die Verjährung nicht
Ein Zeugenfragebogen unterbricht die Verjährungsfrist nicht. Benötigen die Behörden eine längere Zeit für die Ermittlung des Fahrers, kann die Verjährung eintreten.

Warum sind die Strafen für Tempoüberschreitungen innerorts höher als außerorts?

Auch im Jahr 2024 ist das Bußgeld für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts höher als außerorts. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie in einer Tempo-30- oder Tempo-50-Zone geblitzt wurden. Auch außerorts sind die Strafen nicht vom Strafentyp abhängig, sondern auf Autobahnen, Bundes- oder Landstraßen gleich.

Wenn Sie innerorts 16 bis 20 km/h bei einem Tempolimit von 50 zu schnell gefahren sind, ist die prozentuale Überschreitung wesentlich höher als auf einer Autobahn bei einem Tempolimit von 130 km/h. Außerdem gibt es innerhalb von Ortschaften Zonen in denen Geschwindigkeitsbegrenzungen besonders streng eingehalten werden sollten, wie Schulen, Kindergärten und Pflegeheime.

Auch ein Fahrverbot für Ersttäter wird innerorts bereits ab einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 31 km/h verhängt. Außerorts müssen Ersttäter erst ab 41 km/h Ihren Führerschein bei der Bußgeldstelle abgeben.

Zu schnell gefahren und Punkt droht?

Punkte werden erst ab einer bestimmten Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung vergeben und können zu weiteren Maßnahmen bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis führen. Bei einer Überschreitung von 21 km/h bis 30 km/h innerorts und 21 bis 40 km/h außerorts mit einem PKW oder Motorrad gibt es einen Punkt in Flensburg.

Bei einer Überschreitung von 31 km/h innerorts oder 41 km/h außerorts handelt es sich um eine grobe Ordnungswidrigkeit mit zwei Punkten. Punkte werden erst dann in das Fahreignungsregister in Flensburg eingetragen, sobald der Bußgeldbescheid rechtskräftig wird.

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Gilt der Bußgeldkatalog in allen Bundesländern?

Sie sind in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, NRW oder Niedersachsen zu schnell gefahren und geblitzt worden und suchen nach dem Bußgeldkatalog der Bundesländer?

Der Bußgeldkatalog für Verkehrsverstöße in Deutschland gilt einheitlich für alle Bundesländer. Das bedeutet, dass die Strafen und Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstöße und andere Regelwidrigkeiten auf deutschen Straßen in allen Regionen identisch sind.

Der Gesetzgeber schafft durch die Straßenverkehrsordnung eine einheitliche Grundlage für die Verkehrssicherheit und sorgt dafür, dass Verkehrsteilnehmer bundesweit die gleichen Konsequenzen für Regelverstöße erfahren.

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Quellen:
[1] Kraftfahrt-Bundesamt, 01.09.2023, Bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog
[2] Kraftfahrt-Bundesamt, 15.12.2023, Verkehrsauffälligkeiten
[3] VUT-Verkehr, Statistische Auswertung Gegenstand: 14.783 Vorgänge zu Verkehrs- Ordnungswidrigkeiten

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